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Ihr Norbert Ricking

Seit 1981 gilt die Jugendberufshilfe Gronau als Beratungs- und Anlaufstelle für junge Menschen bis 25 Jahre, die Unterstützung bei der Entwicklung ihrer beruflichen, schulischen und persönlichen Perspektiven suchen. Hildegard Blanke (2.v.li.), diplomierte Sozialpädagogin und ihre Kollegin Nadine Jaeger Dipl. Sozialarbeiterin (re.), beide Mitarbeiterinnen der Jugendberufshilfe, empfingen jetzt in den Büroräumen im IZG an der Bahnhofstraße die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer (Mi.) und SPD-Fraktionschef Norbert Ricking (li.). Gemeinsam mit der 1. Beigeordneten Sandra Chichon (2.v.re.) stellte man den Sozialdemokraten den Aufgabenbereich der Jugendberufshilfe vor.

In erster Linie unterstützt die Jugendberufshilfe Jugendliche und junge Erwachsene bei dem Übergang von der Schule in den Beruf, deren bisheriger Bildungsweg nicht reibungslos abgelaufen, sondern mit Barrieren behaftet ist, so Hildegard Blanke. "Auch junge Leute, die sich durch die Schule geschleppt haben, finden bei uns eine Anlaufstelle", ergänzte Nadine Jaeger. Mit ihrer engmaschigen Betreuung und dem individuellen Ansatz, unterscheidet sich die Jugendberufshilfe vom Jobcenter und der Arbeitsagentur. Ziel der Betreuung sei es, die Jugendlichen in Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln, machte Jaeger weiter deutlich. Dazu gehörten neben Praktika auch Projekte, Maßnahmen und Ausbildungsplätze. Schwerpunktmäßig werden dabei individuelle Einzelfallhilfen, Projekt- und Netzwerkarbeit genutzt. Der enge Kontakt zu weiterführenden Schulen, Berufskollegs, Arbeitsagenturen, Kreishandwerkerschaft, Unternehmen und allen Einrichtungen, die sich mit Jugendhilfe befassen, seien dafür besonders wichtig, machte Blanke deutlich.

Ein besonderes Projekt ist der "Parcours der Fähigkeiten", den die Jugendberufshilfe jährlich anbietet. In Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Hauptschulen in Gronau/Epe, den zwei Realschulen, sowie dem Gymnasium sollen die Schüler/innen im Rahmen dieses Projektes praktische wie berufstypische Übungen innerhalb des "Berufsparcours" durchführen. Auf diese Weise sollen die Schüler/innen einen ersten Einblick in die zahlreichen Ausbildungsberufe bekommen und mit klaren Vorstellungen ihre weiteren Praktikumsoptionen auswählen können. Die Zielgruppe des "Parcours der Fähigkeiten" sind Schüler/innen der 9. Jahrgangsstufen.

Zusammen mit dem "Tag der Ausbildung" bieten zahlreiche Unternehmen aus Gronau und Umgebung mit ihrer Beteiligung an den Projekten einen umfassenden Einblick in verschiedene Berufsbilder.
Ein besonderes Anliegen hatte Nadine Jaeger noch abschließend an die Bundespolitikerin. Die Sozialarbeiterin kritisiert, dass jungen Menschen, die sich im SGB II Bezug befinden und zu einer Ausbildung motiviert werden konnten, die Ausbildungsvergütung auf die SGB II Bezüge angerechnet wird, zuzüglich selbst zu finanzierender Fahrtkosten zur Ausbildungsstelle oder Berufsschule. Ingrid Arndt-Brauer sieht sich auf Seiten von Jaeger: "Ich würde es begrüßen, wenn Minderjährige, die in Bedarfsgemeinschaften leben, ihren gesamten Verdienst einschließlich möglicher weiterer Zuwendungen (z. B. Geldgeschenke) behalten dürften. Die über dem heutigen Freibetrag von 100 Euro liegenden Beträge sollten dann aber auf ein Sperrkonto eingezahlt werden. Auf dieses Konto sollten sie erst mit Erreichen der Volljährigkeit zugreifen können; ein Rückgriff Dritter müsste ausgeschlossen werden.

Gerade im ländlichen Raum mit seinem oftmals begrenzten ÖPNV-Angebot sei es wichtig, einen PKW-Führerschein machen zu können und über ein Auto zu verfügen, um später mitunter überhaupt zum Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gelangen zu können, machte die heimische Politikerin deutlich, die das Thema in der SPD-Bundestagsfraktion ansprechen will.

 

Kurzmitteilung

Das Gronauer Büro
Bahnhofstr. 28
ist immer Montags und Dienstags von 14:30 bis 17 Uhr besetzt.

 

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