Nach den bisherigen Zielen Agatha Domizil und Verbraucherzentrale, führte die dritte Besichtigung der diesjährigen Sommertour des SPD Ortsvereins Gronau und Epe zum WZG Gebäude an der Spinnereistraße in Gronau. Von der neuen Geschäftsführerin Frau Vater wurde zunächst kurz die Geschichte des traditionsreichen Denkmals in Erinnerung gerufen.

Das Gebäude, die ehemalige Spinnerei A des Gronauer Textilunternehmens Gerrit van Delden wurde 1892 nach nur eineinhaljähriger Bauzeit als Ersatz für ein abgebranntes Vorgängergebäude errichtet. Mit seiner repräsentativen Fassade aus Ziegelmauerwerk und dem zur Straße gelegenen Treppenturm zählt das gründerzeitliche Gebäude heute zu den bedeutendsten Industriedenkmälern der Region.

Infolge des wirtschaftlichen Strukturwandels wurde der Spinnereibetrieb 1982 stillgelegt. 1985 erfolgte der Erwerb des Grundstücks durch die Landesentwicklungsgesellschaft. Mitte 1989 begannen die Renovierungsarbeiten zum WZG. Zunächst wurde das Gebäudeinnere vollständig entkernt. Lediglich die gusseisernen Stützpfeiler, die die einzelnen Etagen in 3 x 6 m große Karrees einteilen, blieben erhalten. Aufgrund der Gebäudetiefe von 33 m mussten zwei Lichthöfe eingebaut werden, um die Büroflächen in den drei Obergeschossen ausreichend zu belichten.
Das viergeschossige Gebäude besitzt eine Bruttogrundfläche von insgesamt rund 10.550 qm. Die Nettonutzfläche beläuft sich auf etwa 6.600 qm und die vermietbare Fläche auf rund 5.600 qm.
Im WZG sind diverse innovative Geschäftsmodelle beheimatet. Die rund zwanzig Mieter der verschiedensten Branchen umfassen gastronomische Nutzungen, Dienstleitungsunternehmen sowie ein Handwerksbetrieb und ein Forschungslabor.

Die Gruppe hatte nach einem Rundgang durch das Gebäude noch Gelegenheit, die Firma Airform UG zu besichtigen. Hier zeigte sich dem Besucher zunächst die gelungene Ausgestaltung der Arbeitsbereiche der vier Mitarbeiter. Durch die Ausgewogenheit zwischen den räumlichen Gegebenheiten des Gebäudes und der gelungenen, ungezwungenen offenen Gestaltung erhält der Raum schon fast familiären Charakter. Der Geschäftsführer, Nikolaus Grosche, gab einen kurzen Überblick über das Geschäftsmodell. Die Firma Airform erstellt mobile Formulare für Mitarbeiter, die sich vornehmlich im Aussendienst bewegen. Dazu gehören z.B. Vertriebsmitarbeiter, Handwerker und Monteure. Das System bietet die Integration der mobilen Formulare in die IT-Landschaft jeden Unternehmens und führt zu einer höheren Kosten- und Zeiteffizienz. Herr Grosche äußerte sich, trotz einzelner wünschenswerter Verbesserungen, sehr zufrieden mit dem WZG als Betriebsstandort. Er merkte auch an, dass er sich in dem Gebäude auch sehr gut Coworking Space (kleine Büroplätze in relativ offenen Räumen) vorstellen könnte, da hierfür die Nachfrage vorhanden sei.
Die Gruppe war sich nach dem Besuch einig, dass trotz aller Herausforderungen bezüglich der schwierigen baulichen Voraussetzungen, Brandschutz und Denkmalschutz, hier den gemeinsam handelnden Akteuren von Politik (Aufsichtsrat WTG und Rat) Geschäftsführung und Verwaltung über die Jahre hinaus gelungen ist, nicht nur die äußerliche Fassade zu gestalten, sondern auch ein gutes Gebäude für Mietobjekte junger Startup Unternehmen herzustellen.

Wenn am 8. September, an dem Tag des offenen Denkmals die WTG mbH, die Türe des WZG für die breite Öffentlichkeit öffnet, kann den Gronauer Bürgerinnen und Bürgern nur empfohlen werden, dieses interessante Gebäude auch mal von innen zu besichtigen.

Kurzmitteilung

Das Gronauer Büro
Bahnhofstr. 28
ist immer montags und dienstags von 14:30 bis 17 Uhr besetzt.

 

Arndt-Brauer, MdB

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