Schon im Juni wies SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Ricking im Stadtrat  auf die bisherigen Folgen des Klimawandels hin und forderte auch in Gronau deutliche Massnahmen der Politik: "Viele Menschen - auch in Gronau - nehmen die Zeichen der Zeit ernst und beginnen, Verantwortung im Kleinen zu übernehmen, je nach ihren Möglichkeiten und sie setzen sich für den Klimaschutz ein. Dies braucht unsere Unterstützung."

Die Mehrheit des Rates hatte sich damals gegen die Ausrufung des Klimanotstandes ausgesprochen. Vertreter aller Parteien betonten jedoch, dass sie in der Sitzung des zuständigen Ausschusses konkrete Massnahmen gegen den Klimawandel beschliessen wollen. Verschiedene Parteien betonten, dass diese Massnahme auch Geld kosten würden, dass man dies aber nicht scheue. -

Die SPD war in den vergangenen Wochen  nicht untätig und legt hiermit einen Beschlussantrag vor, der viele konkreten Massnahmen enthält.

Ausgangspunkt ist dabei der Kompromisbeschluss des Kreistages, der dort vor den Ferien mit großer Mehrheit  beschlossen wurde. Daher hofft die SPD im Umweltausschuss in Gronau am Mittwoch auf breite Zustimmung. Eingeflossen in die Vorschläge sind außerdem Ideen von Bürgerinnen und Bürgern. Diese wurden kürzlich bei einer Umfrage am SPD-Infostand in der Neustraße erhoben. Auch ein Gespräch mit Vertretern der Fridays-for-future-Bewegung hat die SPD-Fraktion geführt. "Natürlich sind wir gerne bereit, zusätzlichen sinnvollen Massnahmen zuzustimmen.", so der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Kurt Rehbein.

So lauten die SPD-Anträge zum Tagesordnungspunkt 3.4 der Sitzung des Umweltausschusses:

Die SPD-Fraktion beantragt: Der VUET beschließt bzw. empfiehlt:

A
Die Klimaschutzaufgabe wird unabhängig von Fördermitteln als Pflichtaufgabe verstetigt und festgeschrieben.

B
Im HFA wird halbjährlich zum Klimaschutz Bericht erstattet.

C
Die Stadt Gronau arbeitet aktiv in der „Allianz für Klimaschutz im Kreis Borken“ mit und berichtet darüber halbjährlich im HFA.

D
Die Öffentlichkeitsarbeit wird intensiviert, um die Bedeutung der Klimaschutzarbeit noch stärker zu kommunizieren und eine weitere Sensibilisierung der Bevölkerung zu bewirken. (u.a.durch Flyer zu Vorgärten wie in Xanten)

E
Das bereits angedachte Klimaschutzkonzept der Stadt Gronau wird unverzüglich erstellt und mindestens alle drei Jahre angepasst.

F
Bis 2030 soll Gronau CO-2 – neutral werden. Die notwendigen Schritte dazu werden im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes umgesetzt.

G
Die Sitzungsvorlagen der Verwaltung enthalten eine Aussage zur Klimafolgenabschätzung.

H
Ein eigener Ausschuss Klimaschutz und Umwelt wird angeregt.

I
Gronau startet das Projekt „Grüne Aue“:

  1. Jedes Jahre werden 1000 zusätzliche standortgeeignete Bäume gepflanzt.
  2. Ein öffentliches Baumkastaster wird erstellt, in dem auch die neuen Bäume erfasst werden. Regelmäßige Kontrollen halten das Katasterer aktuell. Ggf. abgestorbene Bäume werden im Folgejahr zusätzlich gepflanzt.
  3. Der aktuelle Baumbestand ist grundsätzlich geschützt und muss bei Entfernung dreifach nachgepflanzt werden. Diese Maßnahmen sind ebenfalls im Kataster zu erfassen.

J
Die Stadt entwickelt ein Programm zur Förderung der Dachbegrünung. Grün bedachte Bushaltestellen sollen dabei als Eingangsprojekt dienen.

K
Das Projekt City-Tree-Bänke wird geprüft.

(siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/City_Tree)

L
Schulen sollen angeregt werden, Projekttage o.ä. zum Klimaschutz durchzuführen.

M
Kopierpapier in der Verwaltung, städt. Gesellschaften und Schulen darf grundsätzlich nur noch zu 100 % recycelt sein.

N
Plastikvermeidung ist das Ziel bei allen Veranstaltungen, auf die die Stadt Einfluss hat. Auch über den Umsetzungsstand dieses Zieles wird berichtet (siehe B)

O
Der AK ÖPNV wird wiederbelebt mit folgenden Zielen:

- Verdoppelung der Taktung des Stadtbusses

- Einführung von klimafreundlicheren Bussen, z.B. Erdgasbtrieben

- kostenlose Beförderung mindestens für Kinder und Senioren

- ggf. Einführung von weiteren Linien, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Bürgerbus (?)

p
Die zügige deutliche Stärkung des Radverkehrs erfolgt durch folgende Maßnahmen:

  1. Zwei kreuzungsarme Radschnellwege werden kurzfristig geplant, einmal von Glanerbrug nach Ochtrup (West-Ost) , ein weiterer von Epe-Süd zum Drilandsee (Nord-Süd)
  2. Bei allen Bau- und F-Plänen wird der Radverkehr mindestens mit dem Kfz-Verkehr gleichwertig behandelt.
  3. Grundsätzlich werden bei Renovierungen die Radwege notfalls zulasten des KFZ-Verkehrs auf mindestens 1,80 m verbreitert (bei 2 Richtungen mind. 2,50 m)


Kurzmitteilung

Das Gronauer Büro
Bahnhofstr. 28
ist immer montags und dienstags von 14:30 bis 17 Uhr besetzt.

 

Arndt-Brauer, MdB

  • Arndt-Brauer einstimmig wiedergewählt

    aktuelles 07.11.2019.

    Kreis Steinfurt/Kreis Borken. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer aus Horstmar wurde jetzt einstimmig nicht nur für den Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion, sondern auch wieder als stellvertretende finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Die Abgeordnete sitzt seit 1999 im Bundestag und ist neben ihrer Funktion[…]

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