Lange Seite: Die Lange Seite ist nach Ansicht der SPD und Grünen ein Beispiel dafür, wo die Randstreifen zu weit heruntergeschnitten wurden.Lange Seite: Die Lange Seite ist nach Ansicht der SPD und Grünen ein Beispiel dafür, wo die Randstreifen zu weit heruntergeschnitten wurden."Wir können auch hier in Gronau und Epe noch viel mehr tun für den Klimaschutz", sind sich Norbert Ricking und Gabi Drees einig. Die Themen Klimaschutz, Förderung des Radverkehrs und Artenschutz standen schon im Wahlkampf für die Kommunalwahl bei ihren Parteien, der SPD und Bündnis 90/Die Grünen, ganz oben auf der Tagesordnung.
Günter Poggemann und Christoph Leuders, Vertreter ihrer Parteien im Ausschuss für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz (MUK) haben jetzt Nägel mit Köpfen gemacht, überlegt, wo man in einem ersten Schritt initiativ werden kann, und drei Anträge für die nächste Sitzung des MUK am 23. März vorbereitet, so heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Parteien.
"Das Artensterben ist zusammen mit der Klimakrise die größte Herausforderung für die Menschheit", betont Christoph Leuders. Der GRÜNE hat daher einen Antrag formuliert, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, einen artenschonenden Pflegeplan für die Randstreifen an kommunalen Wirtschaftswegen aufzustellen. Seit Jahren werden die Randstreifen an Wirtschaftswegen jedes Jahr viel früher, viel intensiver und häufiger gemäht, hat Christoph Leuders beobachtet. "So steht im Winter fast im gesamten Münsterland keine einzige Hochstaude mehr am Straßenrand, die heimischen Wildbienen eine Überwinterungsmöglichkeit und der Vogelwelt Nahrung bieten", so Leuders.

Die Mahd flächenmäßig auf ein Minimum zu begrenzen, nur zu mähen, wo die Verkehrssicherheit gefährdet ist, Randstreifen und Flächen so zu mähen, dass immer etwas stehen bleibt, Geräte zu verwenden, die eine schonende Mahd mit Abtragung des Mahdguts ermöglichen, und für die Einsaat nur zertifiziertes Saatgut für die Gebietsklasse 2 zu verwenden, sind einige Kriterien, die bei der Erstellung eines Pflegeplans berücksichtigt werden sollten. So heißt es im Antrag.
"Wir wären mit einem solchen Pflegeplan keineswegs Vorreiter oder allein auf weiter Flur", unterstreicht Christoph Leuders. "Schon zahlreiche Kommunen, z. B. Vreden, haben einen Pflegeplan erstellt, sodass ausreichend "Muster" für einen Plan für Gronau und Epe vorliegen", ergänzt er.
Bei der SPD erfahren Leuders und die GRÜNEN Unterstützung auf ganzer Linie. "Schon in der letzten Legislaturperiode haben wir einen ähnlichen Antrag eingebracht, der leider im Sande verlaufen ist", erinnert sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Ricking.
Die Förderung des Radverkehrs, vor allem auch im Alltag, ist ein ganz wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz, sind SPD und die GRÜNEN in Gronau überzeugt. "Wir müssen daher die Qualität der Radwege verbessern und neue schnelle und sichere Verbindungen für den Radverkehr in den Stadtteilen sowie zwischen Gronau und Epe schaffen" fordert daher Günter Poggemann. Die Einrichtung weiterer Fahrradstraßen, auf denen Radfahrer und Radfahrerinnen Vorfahrt genießen und Autos nur "Gäste" sind, sind dabei ein wichtiger Baustein, so Poggemann.
Konkret beantragen er und die SPD in der nächsten Sitzung des MUK eine Verlängerung der Fahrradstraße Eschweg vorbei am Stadtparksportplatz und die Anbindung über eine neue Brücke an die Konrad-Adenauer-Straße. "Bisher ist die gut einen Kilometer lange Fahrradstraße Eschweg nur Stückwerk und wird fast ausschließlich für den Weg zur Realschule und zum Berufsschulzentrum genutzt. Wer in die Gronauer Innenstadt möchte, benutzt bisher vorrangig entweder den Radweg an der Gronauer Straße oder den Weg entlang der Dinkel", erläutert Günter Poggemann. Mit einer Verlängerung der Fahrradstraße Eschweg bis zur Konrad-Adenauer-Straße würde man daher aus seiner Sicht gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gefährliche Situationen für Radfahrende an den Kreuzungen Konrad-Adenauer- und Hermann-Ehlers-Straße würden reduziert, störender Radverkehr vor allem für Familien mit Kindern und ältere Menschen, die besonders am Wochenende am Tierpark in großer Zahl unterwegs sind, verringert und selbst für jene, die eher aus dem Osten von Epe kommen, gäbe es über Riekenhofweg, Harberskamp und Laubstiege eine sichere und schnelle Verbindung in die Gronauer Innenstadt. "Vielleicht gelingt es ja sogar, einen Teil des Radverkehrs zum Schulzentrum an der Laubstiege weg von der Neustraße und Ochtruper Straße auf diese neue Achse zu ziehen", hofft er.
"Außerdem müssen wir Fahrradstraßen noch sicherer machen", sagt Günter Poggemann. Immer wieder lässt sich beobachten, dass Autos auf Fahrradstraßen die Geschwindigkeit nicht reduzieren und Fahrräder an den Straßenrand drängen, hat der passionierte Fahrradfahrer festgestellt. Die SPD nimmt daher in einem weiteren Antrag eine Idee aus Münster auf. Dort wurden am Anfang von Fahrradstraßen große Tafeln aufgestellt mit der Aufschrift "Fahrradstraßen - Autos zu Gast", die sehr gut sichtbar deutlich machen sollen, dass Autos auf Fahrradstraßen eben nicht "alle Freiheiten" haben, wie das Hinweisschild "Kfz frei" vielleicht suggerieren mag. In Münster werden Fahrradstraßen außerdem in Zukunft durchgehend rot markiert. Auch diese Idee möchte die SPD für Gronau gerne übernehmen, um so durchgehend vor Augen zu führen, dass Radfahrerinnen und Radfahrer auf Fahrradstraßen Vorfahrt haben.

 

Kurzmitteilung

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